Edelopal - Synthesen und Imitationen
Opal-Synthesen
Gilson-Opal
Die Edelopal-Synthesen, die nach ihrem Erfinder und Produzenten "Pierre Gilson" benannt wurden, waren bisher die hochwertigsten synthetischen Opale weltweit. 1974 erstmals auf den Markt gelangt, schienen diese Opale in ihrer Qualität unübertroffen.
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Edelopalsynthese/Schwarzopal - Gilson-Opal, Frontalansicht |
Edelopalsynthese/Schwarzopal - Gilson-Opal, Seitenansicht |
Aus den Aufnahmen des synthetischen Schwarzopals wird das intensive Farbspiel, sowie der typische, sedimentationsbedingte säulenförmige Aufbau dieser Opal-Synthesen deutlich (Seitenansicht).

Gilson-Opale (Schwarzopal) in verschiedener Schliffform
Nach Übernahme und Weiterentwicklung der Methode von Gilson sind mittlerweile auch synthetische Opale erhältlich, die das Spektrum der Gilson-Opale in ebenfalls hoher Qualität erweitern, so dass neben Schwarzopal, Milchopal und Kristallopal (dominant blau-grünes, bzw. rotes Farbspiel) auch Feueropale verfügbar sind (Edelopal - Webshop).

Gilson-Opal in verschiedenen Varietäten (weiter entwickelte Methode)
Opal-Synthesen aus Russland
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Edelopalsynthese (Milchopal) aus Dubna/Russland (A. I. Puzynin) |
Edelopalsynthese (Schwarzopal) aus Chernogolovka/Russland |
Auch einige der russischen Opale sind aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung als synthetisch zu bezeichnen. Links dargestellt sind Cabochons der in Dubna präparierten Opale (Milchopal), rechts ein Bruchstück eines synthetischen Opals aus Chernogolovka (Schwarzopal). Beide Produkte haben bisher keine wirtschaftliche Bedeutung erlangt. Das Bild der synthetischen Opale aus Dubna stammt von Herrn A. Puzynin und ist Bestandteil des Artikels "SOME ASPECTS OF PRECIOUS OPAL SYNTHESIS".
Chatham Created Opal
Die Firma Chatham stellt neben einer Vielzahl verschiedener synthetischer Edelsteine (Diamant, Rubin/Saphir, Smaragd u. Alexandrit) auch Edelopale her und vertreibt das Material unter der Bezeichnung "Chatham Created Opal" in verschiedenen Varietäten als Schwarzopal, Milch- und Kristallopal. Einzelheiten zu den Eigenschaften, den Größen und Schliffformen der Opale sind dem Dokument "Chatham Created Opals" zu entnehmen.
Opal-Imitationen
Opal-Imitationen aus Japan

Edelopal-Imitation von Kyocera/Japan (Quelle: kyocera.com)
Die Edelopale von Kyocera werden als "Synthetic Opal (Polymer Impregnated)" angeboten. Durch den Gehalt an Kunststoff sind diese Opale jedoch als Imitationen anzusehen, nicht als synthetische Edelopale.
Weitere Imitationen stammen ebenfalls aus Russland (Aleksandrov) und werden als "Polymer-Impregnated White Opal" und als "Polymer-Impregnated Multicolored Opal" vermarkted.
Slocum-Stone
Die mittlerweile nicht mehr produzierten und nach ihrem Erfinder als "Slocum-Stone" benannten Opal-Imitationen sind nur noch gelegentlich anzutreffen. Hier ein Bild von Probenmaterial, welches von der Firma "Lannyte" freundlicherweise zur Verfügung gestellt worden ist:

Opal-Imitationen verschiedener Grundfarbe, sogenannter "Slocum Stone", als "simulated opal" vermarktet
Slocum-Stone ist ein Alkali-Silikatglas mit fein verteilten Metallflittern, die den richtungsabhängigen, farbspielähnlichen Effekt verursachen.
Opalus® - australische Opal-Imitationen
Neuartige Imitationen stellen die von der australischen Firma "openallday" unter dem Namen Opalus® als "simulated opal" vermarkteten Materialien dar. Die Herstellung der Opal-Imitationen basiert auf der Verwendung holografischer Abbildungen in Kombination mit Beugungsgittern und zerknitterten Folien und wurde bereits 1995 patentiert ("Simulated Opals and Decorative Objects").
Neben den als Schwarz- Milch- und Kristallopal in verschiedenen Größen produzierten Cabochons wird als weiteres Produkt zu Dekorationszwecken eine Nachahmung opalisierter Muschelschalen als "Simulated Opalized Shells" angeboten (Abbildungen - G. Pauley, openallday).
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Opalus® - holografische Opal-Imitation |
Opalus® - opalisierte Muschelschale ("Opalized Shell") |
Picasso-Opal - eine Opal-Imitation von "Sterling Opal"

Picasso-Opal, neben "Cultured Opal" und "Designer Cultured Opal" eine weitere Opal-Imitation der Firma "Sterling Opal" (Bild mit freundlicher Genehmigung von: Sterling Foutz - "Sterling Opal")
Nach Auskunft von Mr. Foutz werden die Opale in verschiedener Grundfarbe von Weiß bis Blau durch Imprägnierung mit einem speziellen Kunstharz hergestellt. Für den Brechungsindex der Opal-Imitationen wurden Werte von n = 1.465 - 1.467 angegeben, für die Dichte Werte von 1.72 - 1.74 bestimmt.
Weitere Informationen zu diesen Opal-Imitationen finden sich im GIA - Newsletter - March 2012 - “Sterling Opal” Debuts
Literatur
35 years On - A New Look at Synthetic Opal, Australian Gemmologist (2003), 21, 11, pp. 438-447.
Some Aspects of Opal Synthesis, Australian Gemmologist (2002), 21, 7, 278-282.
Eine neue Opalsynthese aus Russland, Zeitschrift der Deutschen Gemmologischen Gesellschaft (2002), 51, 2/3, pp. 115-120.
Microstructure and mechanical properties of synthetic opal: A chemically bonded ceramic, Journal of Materials Research (1986), 1, 5, pp. 667-674.
An investigation of the synthetic products of Gilson showing a play of colours, Journal of Gemmology (1984), 19, 1, pp. 27–42.
Untersuchung der neuen Opal-Imitation von Gilson, Zeitschrift der Deutschen Gemmologischen Gesellschaft (1983), 32, 2/3, pp. 119-125.
Eine Untersuchung der opalisierenden Syntheseprodukte von Gilson, Zeitschrift der Deutschen Gemmologischen Gesellschaft (1983), 32, 2/3, pp. 107-118.
Japanische Opalimitationen aus Plastik, Zeitschrift der Deutschen Gemmologischen Gesellschaft (1983), 32, 1, pp. 59-68.
Observations on the Slocum Stone, Gems & Gemology (1977), 15 , 9, pp. 252-256.
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