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Edelopal - Synthesen und Imitationen
Einteilung
Ausgehend von einem Material mit Farbspiel und einer Dichtestpackung von kugeligen Partikeln bestimmt nur noch die chemische Zusammensetzung der Partikel selbst und des Materials im Porenraum zwischen den Partikeln, was eine Opal-Synthese ist und was eine Imitation. Der Wassergehalt wurde nicht berücksichtigt.
Folgende Kombinationen sind hierbei möglich:
| Partikel | Porenraum | Zuordnung | |
|---|---|---|---|
| 1 | SiO2 | Luft | Opal-Synthese |
| 2 | SiO2 | Luft + SiO2 | Opal-Synthese |
| 3 | SiO2 | SiO2 | Opal-Synthese |
| 4 | SiO2 | SiO2 + X | Opal-Imitation |
| 5 | X | SiO2 | Opal-Imitation |
| 6 | SiO2 | X | Opal-Imitation |
| 7 | X | X | Opal-Imitation |
Das X steht hier für eine von SiO2 verschiedene Verbindung (z.B. Polymere).
Die Kombinationen 1 und 2 würden einem synthetischen Edelopal in der Varietät Hydrophan entsprechen. Derartiges Material wird als "porous synthetic opal" angeboten.
Der Kombination 3 sind die bekannten Gilson-Opale zuzuordnen, den weltweit hochwertigsten synthetischen Opalen. Aber auch einige russische Edelopale sind als Synthesen einzustufen.
Kombination 4 entspricht anderen russischen Opalen, die nach eigenen Angaben des Herstellers 1-3% Zirkonoxid enthalten und damit nicht, wie angegeben, den synthetischen Opalen, sondern den Imitationen zuzuordnen sind.
Kombination 5 ist bisher nicht bekannt.
Kombination 6 sind die häufigsten Opal-Imitationen, die angeboten werden. Hauptsächlich aus Asien stammend, werden diese Imitationen durch Imprägnierung der Dichtestpackung aus Silica-Partikeln mit Kunststoff hergestellt.
Kombination 7 entspricht z.B. einer Opal-Imitation von Polymer-Kügelchen in einer Kunststoffmatrix. Derartiges Material wurde 1983 als Pastoral-Opal beschrieben, ist aber nicht mehr erhältlich.
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